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MEMORIA DEL SAQUEO

CHRONIK EINER PLÜNDERUNG

Fernando Solanas, Argentinien 2004, Dokumentarfilm, Farbe 118 Min.

In seinem Film beschreibt der Altmeister des lateinamerikanischen Kinos auf beeindruckende Art die katastrophalen Auswirkungen der Globalisierung. Fernando Solanas zeichnet die argentinische Krise der letzten Jahre nach und zeigt beispielhaft auch für andere Länder die Folgen neoliberaler Politik. Dabei arbeitet er mit Beobachtungen, Betrachtungen, Interviews und Archivmaterial, um Themen wie Korruption und Verschwendung öffentlicher Gelder in Privatisierungen zu thematisieren. Er setzt bei den Volksaufständen in Argentinien an, um zurückzublenden auf die Geschichte, die das reiche Land ruiniert hat, und um aufzuzeigen, wie die Welt der Globalisierung funktioniert. Sie sind einzig an der kurzfristigen Gewinnmaximierung für sich selber interessiert. Und sie sind austauschbar, dasselbe verlogene und verkrampfte Grinsen in Maßanzügen allüberall.

»Die Tragödie, die wir mit dem Scheitern der neoliberalen Politik erleben, hat mich dazu bewogen, wieder an den Ursprung meiner filmischen Tätigkeit zurückzukehren. Vor über vierzig Jahren setzte ich meine Suche nach politischer und filmischer Identität und das Bedürfnis, gegen die Diktatur anzukämpfen, im Film LA HORA DE LOS HORNOS (DIE STUNDE DER HOCHÖFEN) um. Die Situation hat sich in der Zwischenzeit verändert – zum Schlechten: Wie ist es gekommen, dass Argentinien, diese »Kornkammer der Welt«, Hunger leiden muss?« (Fernando E. Solanas)





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