Das Neue Lateinamerikanische Kino

auf der Suche nach der eigenen kulturellen Identität

"Bis jetzt gab es Kino der Autoren
Kino der Schulen oder Bewegungen
Kino der Länder.
Heute gibt es ein Kino eines Kontinents.
Es heißt: Neues Lateinamerikanisches Kino."

Fernando Birri - (Lit 1)


Lateinamerikanischer Kinomarkt

Die lateinamerikanische Kinolandschaft wird wesentlich durch die Aufführungen nordamerikanischer Importprodukte bestimmt. Nach den Statistical Yearbooks der UNESCO (1987-91) besaß in Lateinamerika Ecuador 1987 den größten Anteil an importierten US-Spielfilmen (88,1% seiner importierten Filme waren nordamerikanischer Herkunft) dicht gefolgt von Brasilien (1984: 81,3% seiner Filme stammten aus den USA). Insgesamt stammen zwischen 40 % und 90 % der in lateinamerikanischen Kinos gezeigten Filme aus den USA. Eine Ausnahme bildet Cuba, es importierte 1987 nur 12,6 % US-Filme. (Lit. 2)

Die unterschiedliche soziokulturelle Entwicklung der lateinamerikanischen Länder brachte eine vielfältige Anzahl von verschiedenartigen Filmproduktionen hervor. Allen gemeinsam war die Suche nach einer nationalen bzw. kontinentalen Identität. Nationale Cinematographien entstanden zumeist im Rahmen von politischen und sozialen Veränderungen. In letzter Zeit hat in Lateinamerika die Arbeit mit Video zugenommen, v.a. soziale und oppositionelle Bewegungen nutzen das kostengünstigere Medium Video.

Größter Spielfilmproduzent in Lateinamerika ist mit Abstand Mexiko: 1989 wurden in Mexiko 104 Spielfilme hergestellt. In Brasilien, wo in den 70er und 80er Jahre durchschnittlich 88 Spielfilme pro Jahr produziert wurden (Lit. 2), schloss Ende der 80er Jahre der konservativen Präsident Collor de Mello das Filminstitut Embrafilme (Empresa Brasileira de Filme), eine halbstaatliche Institution, die - 1969 gegründet - dem brasilianischen Kino wichtige Impulse gab. Weitere wichtige Spielfilmproduzenten sind Argentinien, Venezuela und Cuba. 1991 ging die Produktion drastisch zurück.

Für 1991 gab Peter B. Schumann, ein guter Kenner des lateinamerikanischen Kinos folgende Produktionszahlen an: "1991 wurden in ganz Lateinamerika nur noch so viele Produktionen hergestellt wie Mitte der 80er Jahre allein in Argentinien, nämlich etwa drei Dutzend, ein Fünftel von früher." (Lit. 3)


Entstehung des Neuen Lateinamerikanischen Kinos

In den am weitesten entwickelten Ländern, wie Brasilien, Argentinien und Mexiko, waren bereits in den 30er und in den 40er Jahren eigenständige Produktionen sowie sog. nationale Filmindustrien entstanden. Diese Filme orientierten sich an Hollywood, brachten aber auch eigene Genres - in Brasilien: die 'chanchadas' (Musikkomödien gemischt mit Karnevalszenen), in Mexiko: die 'rancheras' (Liebes-Melodramen) und in Argentinien: die 'Tangofilme' - hervor. Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre entwickelten sich unabhängig voneinander in verschiedenen Ländern Filmbewegungen, welche die Unterentwicklung des Kontinents thematisierten. Auch auch in anderen lateinamerikanischen Ländern existierte eine Filmproduktion, so z.B. in Peru. Die Soziologin Violeta Nuñez hat 1990 ein Buch mit dem Titel 'Pitas y alambre - Schnürre und Drähte' über das Kino in Peru in den 40er Jahren veröffentlicht. Leider gibt es heute von den damals produzierten Filme keine Kopien mehr, vermutlich wurden sie zur Produktion von Nagellack verwandt. (Lit. 4)

Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre entwickelten sich unabhängig voneinander in verschiedenen lateinamerikanischen Ländern Filmbewegungen, welche die Unterentwicklung des Kontinents thematisierten. Beeinflusst vom italienischen Neorealismus begannen junge Regisseure die Auswirkungen und Ursachen der Unterentwicklung zu dokumentieren und zu analysieren. (Lit. 5) Bewusst grenzten sich die Filmemacher vom Kino Hollywoods, das auf dem Kontinent starken Einfluss hatte, und von seinen lateinamerikanischen Imitationen ab. Der Neue Lateinamerikanische Film entstand in einem Klima, das von der Zunahme der politischen Kämpfe gekennzeichnet war. Schwerpunktmäßig stellten die Filmemacher ihre Kameras in den Slums der Großstädte und in den unterentwickelten Regionen auf und begannen, die Wirklichkeit zu dokumentieren und in Spielfilmen zu verarbeiten.


Argentinien

In Argentinien gründete 1956 Fernando Birri, der von 1950-52 eine Regieausbildung am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom (wo auch Julio Garcia Espinosa, Tomás Gutiérrez Alea und Gabriel García Márquez ausgebildet wurden) machte, an der Universidad Nacional del Litoral von Santa Fé eine Dokumentarfilmschule.

Diese Schule, 'ein Pilotprojekt gegen die Unterentwicklung' verwirklichte mit TIRE DIÉ (GIB ‚NEN GROSCHEN, 1958) die erste in Lateinamerika gefilmte soziale Untersuchung über Kinder aus einem Armenviertel von Santa Fé.

1961 verwirklichte Fernando Birri den Spielfilm LOS INUNDADOS (DIE ÜBERFLUTETEN), der die Odysee einer durch eine Überflutung obdachlos gewordenen Familie durch Argentinien zeigt. Durch die Machtübernahme der Militärs 1963 wurde Fernando Birri ins Exil nach Italien gezwungen.

Mit dem Dokumentarzyklus LA HORA DE HORNOS (DIE STUNDE DER HOCHÖFEN) schufen 1968 Fernando Solanas und Octavio Getino in Argentinien das 'Kino der Befreiung' (cine de liberación). (Lit .6) Der Film, eine dreiteilige, filmische Analyse der Abhängigkeit Argentiniens wurde in Italien fertiggestellt, da Solanas mit 200 Filmrollen "unter dem Arm" der Militärdiktatur entfliehen mußte.

s.a. Argentinien in den 80er Jahren


Brasilien

In Brasilien porträtierte Nelson Pereira dos Santos 1955 mit dem Spielfilm RIO, QUARENTA GRAUS (RIO BEI VIERZIG GRAD), einem der wichtigsten Vorläufer des Neuen Brasilianischen Films (Cinema Novo), die sozialen verhältnis einer Favela in Rio de Janeiro. Keimzelle des Cinema Novo bildete das vom Nationalen Studentenverband (UNE)) gegründete Centro Popular de Cultura, ein Volkszentrum der Kultur. Ziel der Arbeit des Zentrums war die Besinnung auf die eigenen Kulturtraditionen. Theoretische Grundlage des Cinema Novo bildete Glauber Rochas "Ästhetik des Hungers" (Manifest der filmischen Darstellung des Hungers in den Großstädten und im Dürregebiet des Sertão).

In CINCO VEZES FAVELA griffen fünf Regisseure (Leon Hirszman, Carlos Diegues, Joaquim Pedro de Andrade, Marcos Farias und Miguel Borges) das Thema von Nelson Pereira dos Santos auf und beschrieben in fünf Kurzspielfilmen die Armut in den Slums von Rio.

Die Ausbeutung von Fischern aus Bahia und wie sie ihre Ausbeutung durch den Mystizismus verdrängen, stellte Glauber Rocha in BARRAVENTO 1962 dar.

Die Situation im Dürregebiet des Nordosten, dem Sertão, wurde in verschiedenen Filmen verarbeitet: VIDAS SECAS (NACH EDEN IST ES WEIT, 1963), von Nelson Pereira dos Santos; OS FUZIS (DIE GEWEHRE, 1963), von Ruy Guerra; DEUS E O DIABO NA TERRA DO SOL (GOTT UND TEUFEL IM LAND DER SONNE, 1964), von Glauber Rocha.

Bolivien

In Bolivien setzte Jorge Sanjinés mit der Gruppe Ukamau die Theorie vom revolutionären Kino an der Seite des Volkes in die Praxis um. Mit der Unterstützung von Arbeiter- und Studentengruppen entstanden unter zahlreichen Schwierigkeiten die Spielfilme UKAMAU (SO IST ES, 1966), YAMAR MALLKU (DAS BLUT DES KONDORS), 1969) und EL CORAJE DEL PUEBLO (DER MUT DES VOLKES, 1971). Thema dieser Spielfilme war die Ausbeutung und Entmenschlichung der indianischen Bevölkerung durch ausländische Unternehmen und deren einheimische Vertreter. Bewußt waren die Filme mehrsprachig gedreht worden, in Spanisch und in den Sprachen der Indios, um eine Rezeption durch die Indios zu erleichtern.


Cuba

Drei Monate nach der Revolution gründete sich in Cuba ein Filminstitut ICAIC (Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematograficos). Mit dem Filminstitut entwickelte sich in Cuba im Laufe der Jahre eine eigenständige nationale Cinematographie, die zahlreiche Dokumentar- und Spielfilme hervorbrachte.

Einige Aspekte der internationalen Solidarität wurden in den Kurzfilmmontagen von Santiago Alvarez beleuchtet, wie z.B. in NOW (1965), einem Film gegen den Rassismus in den USA. In zahlreichen cubanischen Spielfilmen wurde die Wirklichkeit dargestellt.

EL JOVEN REBELDE (DER JUNGE REBELL, Julio Garcia Espinosa, 1961) schildert die Entwicklung eines jungen Mannes zum Revolutionär.

LA PRIMERA CARGA AL MACHETE (DIE ERSTE SCHLACHT MIT DER MACHETE, Octavio Gómez 1969), beleuchtet den cubanische Unabhängigkeitskampf gegen die Spanier im Jahre 1868.

MEMORIAS DEL SUBDESAROLLO (ERRINNERUNGEN AN DIE UNTERENTWICKLUNG, Tomás Gutiérrez Alea, 1968) zeigt einen bürgerlichen Intellektuellen, der mit der Revolution sympathisiert, sie aber aus einer gewissen Distanz betrachtet.

Auch Problembereiche der cubanischen Revolution wurden in Spielfilmen thematisiert wie z.B. in LUCIA (Humberto Solás, 1968) die Frauenemanzipation und in LA MUERTE DE UN BUROCRATA (DER TOD EINES BÜROKRATEN, Tomás Gutiérrez Alea, 1965) die Bürokratie.

Neben der Produktion unternahm das cubanische Filminstitut große Anstrengungen, um die Filme im gesamten Land zu verbreiten. Auf dem Lande, wo bisher Filmvorführungen unbekannt waren, wurden erfolgreich mobile Kinos eingesetzt. Der Dokumentarfilm POR PRIMERA VEZ (ZUM ERSTEN MAL), Octavio Cortázar, 1967) schildert in eindrucksvollen Bildern, wie die ländliche Bevölkerung zum ersten Mal in ihrem Leben das Medium Film aufnimmt.

Auch in der Filmtheorie wurden für Entwicklungsländer in Cuba richtungsweisende Thesen aufgestellt. Julio García Espinosa plädierte in einem Essay "für ein nicht perfektes Kino". (Lit. 7) Nach der Konzeption von Julio García Espinosa sollten bei der Filmproduktion Technik und Finanzen entsprechend den knappen Möglichkeiten der Entwicklungsländer eingesetzt werden.¯

s.a. Cuba in den 80er Jahren


Mexiko

In Mexiko überwand ein Wettbewerb für Filmexperimente 1965 die tiefe Krise, in der das mexikanische Kino Anfang der 60er Jahre geraten war, und verschaffte jungen Cineasten, die Möglichkeit zu produzieren. (Lit. 8) Einer der bei diesem Wettbewerb ausgezeichteten Beiträges war EN ESTE PUEBLO NO HAY LADRONES (IN DIESEM DORF GIBT ES KEINE DIEBE, 1964) von Alberto Isaac. Viele Mitarbeiter dieses Erstlingswerkes haben später in der lateinamerikanischen Kultur wichtige Impulse gesetzt wie z.B. Gabriel García Márquez.

Das mexikanische Kino erlangte jedoch erst in den 70er Jahren internationale Bedeutung durch eine Filmpolitik der Regierung Echeverria, die vor allem neue Talente fördert wie z.B. Paul Leduc, einem der wichtigsten Vertreter des Neuen Mexikanischen Kinos. Nach einem Bericht, den John Reed 1914 über seine Erfahrungen während des Mexikanischen Revolution verfaßte hatte, verfilmte Paul Leduc 1972 den Spielfilm REED - MÉXICO INSURGENTE (REED - MEXIKO IN AUFRUHR).


Festivals

Zum erstenmal kamen 1967 die lateinamerikanischen Filmschaffenden in Viña del Mar, Chile, zum Informations- und Diskussionsaustausch zusammen. Aus verschieden Ländern kommend, begannen sie sich zu einer kontinentalen Bewegung zu formieren.


Folgen der Repression

Ende der 60er Jahre bzw. Anfang der 70 Jahre verschlechterte sich in Lateinamerika das politische Klima, v.a. in den Ländern des Cono Sur. Die Machtübernahme durch die Militärs hatte auch für die Filmarbeit folgenschwere Auswirkungen. Die Vorführung mancher Filme wurde verboten, und in einigen Fällen wurden Kopien und Negative in den Archiven vernichtet. Viele Filmemacher waren staatlicher Repression ausgesetzt, einige wurden inhaftiert. Die Errichtung von repressiven Regimen zwang viele Filmschaffende ins Exil.

In Chile vernichtete der Putsch von 1973 das aufblühende chilenische Kino, das sich auf die Seite des Volkes gestellt hatte. Nach dem Putsch setzten die chilenischen Filmemacher im Ausland ihre Arbeit vor, so daá die chilenische Cinematographie im Exil überleben konnte "ein einzigartiges Phänomen der Filmgeschichte." (Lit. 8)

In den 70er Jahren kamen neben den traditionellen Filmländern Argentinien, Brasilien, Cuba und Mexiko neue Spielfilm-Produzenten hinzu: Kolumbien, Peru und Venezuela. Zum erstenmal als Filmproduzenten in Erscheinung traten die mittelamerikanischen (Costa Rica, El Salvador und Panama) und die karibischen Länder.


Internationales Festival des Neuen Lateinamerikanischen Films

1979 startete Cuba eine neue Initiative und veranstaltete das 1. Internationale Festival des Neuen Lateinamerikanischen Films. Die Produktionen des neuentstandenen nicaraguanischen Filmwesens wurden bei diesem Festival zum erstenmal einer internationalen Öffentlichkeit vorgestellt. Das Festival, das jedes Jahr im Dezember in Havanna stattfindet, bietet den Filmschaffenden in Seminaren auch ein Forum über die Perspektive des Neuen Lateinamerikanischen Films zu diskutieren.

Im Rahmen des 7. Festivals gründete das Komitee der Filmschaffenden Lateinamerikas die Stiftung Neuer Lateinamerikanischer Film (Fundaci¢n del Nuevo Cine Latinoamericano) mit dem Ziel, zur Stärkung der nationalen Cinematographien und der kontinentalen Zusammenarbeit beizutragen. Das weitgefächerte Programm der Stiftung reicht von der Förderung von Produktionen bis zur wissenschaftlichen Forschung. Gleichzeitig mit der Stiftung wurde auch die Film- und Fernsehschule der Drei Welten gegründet. (Lit. 9)


Filmwesen in einzelnen Ländern seit den 80er Jahren

Argentinien

Nach dem Ende der Militärdikatur in Argentinien (1983) trug das nationale Filminstitut mit seinen Produktionen wesentlich zur Demokratisierung Argentiniens bei. Mit der Diktatur setzen sich z ahlreiche argentinische Filme auseinander. In BODA SECRETA (HEIMLICHE HOCHZEIT Argentinien, Niederlande, Kanada, 1989), einem Spielfilm von Alejandro Agresti, macht sich Fermin, einst von der Militärdiktatur erschossen und nun buchstäblich von den Toten wieder auferstanden, auf den Weg in die Provinz, wo er vor 15 Jahren das Mädchen Tota liebte.


Chile

In Chile erlebt das Filmwesen mit beginnender Demokratisierung einen neuen Aufbruch. LA FRONTERA (DIE GRENZE Chile, Spanien, 1991) von Ricardo Larraín Pinedo zeigt Chile während der letzten Jahre des Pinochet-Regimes. Ein Mathematik-Lehrer wird während einer Gewerkschaftsdemonstration festgenommen. Für seine Teilnahme wird er mit Verbannung in den kühlen Süden Chiles bestraft.

Im Dokumentarfilm CIEN NIÑOS ESPERANDO UN TREN (HUNDERT KINDER WARTEN AUF EINEN ZUG, Chile 1988) von Ignacio Agúero organisiert eine Lehrerin einen Filmworkshop mit Kindern aus den Slums von Santiago. Die Kinder, die alle noch nie im Kino waren, lernen, was man alles über Film wissen muß.


Cuba

In Cuba wurde 1988 das Produktionssystem dezentralisiert. Das ICAIC wurde in drei Bereiche aufgeteilt. Der damalige Leiter des Filminstituts ICAIC, Julio García Espinosa realiserte 1990 den Spielfilm LA INÚTIL MUERTE DE MI SOCLO MANOLO (DER UNNÜTZE TOD MEINES KUMPELS MANOLO, 1990), über zwei Randexistenzen der cubanischen Gesellschaft. Mittels der bissigen Satire haben sich in den letzten Jahren verschiedene Filmemacher mit der cubanischen Gesellschaft kritisch auseinander gesetzt.

Für den meisten Wirbel sorgte Daniel Díaz Torres mit ALICIA EN PUEBLO DE MARAVILLA (ALICIA AM ORT DER WUNDER, 1991). In dem Spielfilm wird Alicia, eine Beraterin in Sachen Theater nach Maravilla geschickt, einem Ort in der tiefsten Provinz, wo sie Leute begegnet, die sich daran gewöhnt haben, die absonderlichsten Eingriffe in ihr Leben als normal hinzunehmen. Der Film wurde nach fünf Aufführungen von der Leinwand verbannt und der Leiter des ICAIC Julio García Espinoza seines Posten enthoben. (Lit. 10)

Ähnlich wie ALICIA EN PUEBLO DE MARAVILLA setzt sich der Spielfilm ADERABLES MENTIRAS (VEREHRENSWERTE LÜGEN, Cuba, 1991) von Gerardo Chijona in Form einer populären Komödie kritisch mit der Entwicklung in Cuba auseinander.

In dem absurden Kurzfilm OSCUROS RINOCERONTES ENJAULADOS - MUY AL LA MODA (DUNKLE RHINOZEROSSE IM KÄFIG - SEHR IN MODE, 1990) von Juan Carlos Cremata , einem Absolventen der Film- und Fernsehschule der Drei Welten wird der Bürokratismus in Cuba problematisiert.


Kino in der Karibik

International bekannt wurde das karibische Kino durch RUE CASES NÉGRES (STRASSE DER NEGERHÜTTEN, Martinique, Frankreich, 1983) von Euzhan Palcy. In dem dokumentarischen Spielfilm gelingt es dem kleinen Jos‚ die Bildungsschranken zu durchbrechen.

Raoul Peck verwirklichte 1987 den Spielfilm HAITIAN CORNER (Haiti) "Haitian Corner" heißt ein New Yorker Buchladen, wo sich hatianische Emigranten treffen. Unter ihnen ist auch Joseph, der 7 Jahre in einem Gefängnis zubrachte und im Laden seinen ehemaligen Folterer trifft.

Auf Martinique fanden 1988 und 1990 zwei erfolgreiche Film-Festivals die "Images Caraibes" statt. Im März 1992 wurde auf der Insel Curaçao die Caribbean Film and Video Federation gegründet, zu deren Präsidenten wurde Raoul Peck gewählt. (Lit 11)


Peru

Bekannt wurde in Deutschland das peruanische Kino in den 80er Jahren durch und Francisco Lombardi und die Gruppe Chaski . Francisco Lombardis Spielfilm LA BOCA DEL LOBBO (DAS MAUL DES LÖWEN, Peru, Spanien, 1988) basiert auf einem konkreten Vorfall, auf einem Massaker, das Angehörige einer militärischen Sondereinheit ein Massaker verübten.

Die Spielfilme GREGORIO (Peru 1984) und JULIANA (Peru 1988) von der Gruppe Chaski sind Alltags-Portraits von Jugendlichen in den Vorstädten Limas.

Venezuela

In Venezuela gelang es gegen den Widerstand der großen US-Verleihkonzerne Ende der 70er Jahren durch eine staatliche Filmförderung, die aus den Erdölexporten finanziert wurde, eine einheimische Filmindustrie aufzubauen.

Einer der bekanntesten Regisseure des Neuen Venezolanischen Kinos ist Diego Risquez, der sich in seinen Filmen v.a. mit der geschichtlichen Entwicklung Venezuelas befaßt. In ORINOKO - NUEVO MUNDO (ORINOKO - NEUE WELT, 1984) versucht Diego Risquez die Geschichte Venezuelas von seiner Entdeckung bis zu seiner Unabhängigkeit 1810 zu rekonstruieren.


Thematik Lateinamerikanischer Filme

ArbeiterInnen

In verschiedenen Filmen wird die Situation der Arbeiter thematisiert.

Leon Hirszman verarbeitete den Metallarbeiter-Streik in Sao Paulo 1978 in seinem Spielfilm ELLES NÃO USAM BLACK TIE (SIE TRAGEN KEINEN FRACK, Brasilien 1981).

Der Dokumentarfilmer Tristán Bauer beschreibt in seinem ersten Spielfilm DESPUÉS DE LA TORMENTA (NACH DEM STURM , Argentinien, Spanien, 1990) sehr genau die Lebenssituation der Arbeiter und der Arbeitslosen im heutigen Argentinien. Die zunehmende Verelendung, als Beispiel für Argentinien wird deutlich. Dieser Film wurde vom spanischen Fernsehen und von der "Sociedad del Quinto Centario" (Gesellschaft des fünften Jahrhunderttages) produziert.


Arbeitsmigration

Ein weiteres Thema des lateinamerikanischen Kinos ist die Arbeitsmigration in die USA (v.a. aus Mittelamerika und der Karibik).

In PASAJE DE IDA (FAHRKARTE EINFACH) , Dominikanische Republik, 1988) von Agliberto Melendez versuchen 40 junge Arbeitlose, als blinde Passagiere an Bord eines Schiffes in die USA zu gelangen.

Mit diesem Thema haben sich auch nordamerikanische Filmemacher beschäftigt wie Stephanie Black in H-2 WORKER - TRABAJADOR H-2 (USA 1981) über Arbeitsmigranten aus Jamaika und Gregory Nava in dem Spielfilm EL NORTE (USA, 1983).


Frauen

Über die Situation von lateinamerikanischer Frauen beschäftigen sich verschiedene Dokumentar- und Spielfilmen. VERA (Brasilien, 1986) von Sergio Toledo ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich als Mann entdeckt und ihren Platz in der Gesellschaft sucht.

Die Dokumentaristen Jorge Silva und Martha Rodriguez aus Kolumbien zeigen in dem Dokumentation AMOR, MUJERES Y FLORES (BLUMENFRAUEN , Kolumbien, 1989/90) die harte Arbeit der Frauen in den Blumenplantagen bei Bogotá, s.a. Lateinamerikanische Filmemacherinnen


Geschichte

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ist zentrales Thema zahlreicher Spielfilme.

Mit der spanischen Kolonisation beschäftigte sich Nicolas Echevarria 1989 in dem Spielfilm CABEZA DE VACA (Mexiko), den er nach den Motive des Buches "Naufragios" von Alvar Nuñez Cabeza de Vaca verfilmte.

Mit der Kolonisierung Venezuelas setzen sich zwei Filme intensiv auseinander. CUBAGUA , (1986) von Michel New nach dem gleichnamigen Roman von Enrique Bernando Nunez zieht Paralellen zum heutigen Leben.

Hauptfigur von JERICÓ (1990) von Luis Alberto Lamata ist ein spanisch-dominikanischer Mönch am Anfang des 16. Jahrhunderts. Mit dem Handel afrikanischer Sklaven beschäftigen sich mehrere Spielfilme.

Der mauretanische Filmemacher Med Hondo thematisiert in dem Spielfilm WEST INDIES - LES NÉGRES MARRONS DE LA LIBERTÉ (Mauretanien, Frankreich, 1979) die düstere Geschichte des Volkes der Antillen.

Nelson Pereira dos Santos Literaturverfilmung des Roman von Jorge Amado TENDA DOS MILAGRES (BASAR DER WUNDER, 1977) begibt sich auf die Suche nach dem brasilianischen Soziologen Pedro Archanjo, der in Bahia lebte.

Hauptschauplatz des argentinischen Spielfilms LA PATAGONIA REBELDE (AUFSTAND IN PATAGONIEN , 1974) von Héctor Olivera ist der Süden Argentiniens. Der Film nach dem Buch "Los vengedores de la patagonio tragica" von Osvaldo Bayer gedreht, spielt 1920: der Führer der Truppen, die einem Streik von Arbeitern in Patagonien beenden sollen, stellt sich auf die Seite der Arbeiter.

O PAIS DOS TENENTES (DAS LAND DER GENERÄLE , 1987) von João Batista de Andrade ist eine Bestandsaufnahme von sechs Jahrzehnten Militärpolitik in Brasilien.

Der Mexikaner Jorge Fons greift 1989 in dem Spielfilm ROJO AMANECER (ROTER MORGEN) das Massaker von 1968 auf dem Platz der Drei Kulturen auf.


Indianische Bevölkerung

Zahlreiche lateinamerikanische Dokumentar- und Spielfilme widmen sich der indianischen Bevölkerung und ihrer Geschichte.

Der bolivianische Filmemacher Jorge Sanjinés erzählt in seinem Spielfilm LA NACIÓN CLANDESTINA (DIE GEHEIME NATION, 1989) die Lebensgeschichte des Indios Sebastian Mamani, der sich entschließt, in sein Dorf zurückzukehren. Die Suche nach seiner eigenen Identität erlebt hier Sebastian beispielhaft für sein Volk.

Ciro Capellari widmete zwei seiner Filmen der indianischen Bevölkerung Argentiniens und ihrer heutigen Situation: AMOR AMÉRICA (1989) und HIJO DEL RIO (DER JUNGE VOM FLUSS , 1991)

In dem Dokumentarfilm WHEN THE MOUNTAINS TREMBLE (WENN DIE BERGE ERZITTERN , USA, Guatemala, 1983) von Pamela Yates, Thomas Sigel erzählt die Guatemaltekin Rigoberta Menchu ihr Leben als Teil der Geschichte 500-jähriger kolonialer Unterdrückung.


Jugendliche

Häufige Protagonisten lateinamerikanischer Spiel- und Dokumentarfilme sind Jugendliche in den Metropolen. Der kolumbianische Spielfilm RODRIGO D NO FUTURO (RODRIGO D. - ZUKUNFT KEINE , 1989) von Victor Manuel Gaviria handelt vom alltäglichen (Über-)Leben von Jugendlichen in Medellin.

Der Dokumentarfilm GUERRA DE LOS MENINOS (KRIEG DER KINDER Brasilien, Frankreich) von Sandra Werneck schildert den grausamen Krieg gegen die Straßenkinder in Brasilien.


Landbevölkerung

Mit der Situation auf dem Land beschäftigen sich zahlreiche lateinamerikanische Filme. In dem Spielfilm LA SAGRADA FAMILIA (DIE HEILIGE FAMILIE , Argentinien, 1988) von Pablo Cesar stranden durch eine Überschwemmung obdachlos gewordene Bewohner auf einer Hazienda. Dort fallen sie in die Hände einer scheinheiligen Gruppe von Leuten. Eine Parabel auf die heilige Familie "Oligarchie, Kirche und Militär".

Der Dokumentarfilm TERRA PARA ROSE (LAND FÜR ROSE , Brasilien, 1987) von Tetê Moraes ) beschreibt die Situation landarmer Bauern - vor allem der Frauen.


Kultur

Die unterschiedliche Kultur Lateinamerikas wird in verschiedenen Filmen beleuchtet. Paul Leduc verwirklichte 1984 mit FRIDA KAHLO - NATURALEZA VIVA (FRIDA KAHLO – ES LEBE DAS LEBEN , Mexiko), ein intensives Porträt der bedeutenden mexikanischen Malerin Frida Kahlo.

CIERTAS PALAVRAS COM CHICO BUARQUE (EINIGE WORTE ÜBER CHICO BUARQUE , Brasilien, 1980) von Mauricio Berú enthält 20 Songs, die der bekannte Komponist Chico Buarque selbst singt.

Der Tango wird in verschiedenen argentinischen Filmen vorgestellt so in TANGO - BAILE NUESTRO (TANGO - UNSER TANZ, Argentinien, 1988) von Jorge Zanada.


Medien

Auch mit der Kommunikation/Medien beschäftigen sich lateinamerikanische Filmemacher. Gegen die Einweginformation und für Demokratisierung der Telekommunikation plädieren Francisco César Filho und Tata Amaral in dem Dokumentarfilm QUEREMOS AS ONDAS DO AR! (WIR WOLLEN DIE ÄTHERWELLEN! 1986).


Metropolen

Auch die Situation in den Metropolen wird in verschiedenen Filmen thematisiert. Octávio Bezarra hat 1989 in seinem ersten langen Dokumentarfilm UMA AVENIDA CHAMADA BRASIL (EINE STRAßE MIT NAMEN BRASILIEN) die Avenida Brasil filmisch untersucht, jene Straße, die vom Flughafen ins Zentrum Rio de Janeiros führt, quer durch die Armenviertel.

LA OVEJA NEGRA (DAS SCHWARZE SCHAF, Venezuela, 1988) von Román Chalbaud spielt in einem verlassenes Kino, wo unter der Führung von Nigua eine sympatische Gaunerbande lebt.


Theologie der Befreiung

Zahlreiche Dokumentionen beschäftigen sich mit der Theologie der Befreiung in Lateinamerika. FÉ NA CAMINAHADA (GOTTES VOLK AUF DEM WEGE , Brasilien 1986) von Conrado Berning nach dem Buch von Leonardo Boff dokumentiert die Praxis der Befreiungstheologie in Brasilien.

Der Dokumentarfilm DEUS Ô UM FOGO (DIOS ES UN FUEGO - GOTT IST FEUER , Cuba, Brasilien, Spanien 1990) von Geraldo Sarno zeigt das kontinentale Ausmaß dieser Bewegung (Nicaragua, Peru, Ecuador, Cuba und Brasilien).


Lateinamerikanische Filmemacherinnen

Schon früh begannen in Lateinamerika Frauen, Filme zu machen. Die "Cinemateca de Cuba" hat eine 30 Seiten umfassende Chronologie lateinamerikanischer FilmemacherInnen von 1917 - 1987 veröffentlicht. Um sich kennen zu lernen und sich über ihre Arbeit auszutauschen, organisierten lateinamerikanische FilmemacherInnen 1987 in Mexiko das erste lateinamerikanische Frauenfilmfestival 'Cocina de Imágens', weitere Frauenfilmfestivals unter dem Titel 'La Mujer y el Cine' folgten in Argentinien. (Lit. 12)

Fünf cubanische RegisseurInnen H. Veitia, M. Segura, M. Vilasis, M. Cespo , A. Rodríguez erzählen in dem Episoden-Film MUJER TRANPARENTE (DURCHSICHTIGE FRAU 1990) jeweils eine kurze Geschichte über eine Frau. In der Episode LAURA erzählt Ana Rodrìguez vom Treffen zweier Schulfreundinnen, die eine hatte Cuba vor 10 Jahren verlassen und kehrt nun als Touristin zurück.

1989 haben sich in Peru sechs FilmemacherInnen zum Kollektiv Warmi zuammengeschlossen, um die Aktivitäten von Frauen im audio-visuellen Bereich zu fördern. (Lit. 13)

In der Literaturverfilmung YO, LA PEOR DE TODAS (ICH, DIE UNWÜRDIGSTE VON ALLEN , 1990) nach dem Buch von Octavio Paz erzählt Maria Luisa Bemberg aus Argentinien das Schicksal der Juana In‚s de la Cruz, die im 17 Jahrhundert die Welt mit ihrer Gelehrsamkeit und Dichtkunst überraschte und sich ins Kloster zurückzog.

In den letzten Jahren haben in Mexiko Frauen verstärkt Filme verwirklicht. Lange Zeit war das industrielle mexikanische Filmwesen den Frauen aufgrund der konservativen Haltung der Filmgewerkschaften weitgehend verschlossen. Durch die Einrichtung einer neuen Form der Kooperativen, mit denen die Gewerkschaften umgangen werden konnten und mit denen es möglich war, Filme billiger zu produzieren, konnten 1989 - in einem einzigen Jahr - vier 35 mm-Spielfilme von Frauen realisiert werden, was bisher in der gesamten mexikanischen Filmgeschichte nur zwei Frauen gelang. (Lit. 14)

In ihrem ersten Spielfilm LOLA (Mexiko 1989) beschreibt Maria Novaro, eine junge Straßenhändlerin, die ihren Platz sucht zwischen Mann und Kind und Job.


Produktionsbedingungen

Da das Drehen eines Films eine personal- und kapitalintensive Angelegenheit ist, erschweren die Produktionsbedingungen die Fertigstellung eines Films in Lateinamerika enorm. Technische Ausrüstung und Rohmaterial müssen importiert werden. Als größte Behinderung seiner Arbeit nannte der kolumbianische Filmemacher Carlos Alvarez die "Zensur der Unterentwicklung ". Die Filmentwicklung und die Herstellung der Kopien finden größtenteils im Ausland statt. Mangelnde Verleihmöglichkeiten und eine fehlende Infrastruktur v.a. auf dem Land bilden weitere Hemmnisse für die Entwicklung des lateinamerikanischen Films.

Um den internationalen Vertrieb lateinamerikanischer Filme zu verbessern und die Produktionskosten zu verteilen, strebten lateinamerikanische Filmemacher Koproduktionen an. Für Koproduktionen hat der spanischen Fernsehsender Televisón Española Sender eine Abteilung gegründet. In den letzten Jahren wurden mit der Förderung Televisón Española über fünfzig Projekte in Lateinamerika realisiert. (Lit. 15)

Ende der 80er Jahre wurden dem Kino in Lateinamerika durch die abhängige wirtschaftliche Entwicklung Grenzen gesetzt. So ist gegenwärtig der Neue Lateinamerikanische Film sowohl mit der Entwicklung neuer Technologien (Lit. 16) als auch mit der ökonomischen Krise konfrontiert. Aber trotz aller Schwierigkeiten (ökonomische Krise / Exil etc.) haben es lateinamerikanische Filmemacher immer wieder geschafft interessante und ausdrucksvolle Filme zu verwirklichen, wie z.B. Fernando Birri und Fernando E. Solanas.

1988 verfilmte Fernando Birri eine Erzählung von Gabriel García Márquez: UN SEÑOR MUY VIEJO CON UNAS ALAS ENORMES (EIN SEHR ALTER MANN MIT ENORMEN FLÜGELN, Cuba, Italien, Spanien) , ein Film des magischen Realismus. (Lit 17)


EL VIAJE (DIE REISE)

Auf den Filmfestspielen in Cannes 1992 hat Fernando E. Solanas seinen Film EL VIAJE (DIE REISE , Argentinien, Spanien, England, Frankreich BRD, 1991) vorgestellt.

EL VIAJE wurde in extremen Situationen und in unterschiedlichen Ländern - Brasilien, Argentinien, Peru und Mexiko - gedreht. Nach den langen Jahren des Exils in Paris bedeutet diese Reise für Solanas so etwas wie eine Neuentdeckung Lateinamerikas. In dem Film begibt sich Martin mit seinem Fahrrad auf eine Reise durch den Kontinent, um seinen Vater zu suchen. Die Reise ist eine Suche nach seinen Wurzeln, seiner Identität.

Bei dieser Reise wirkten verschiedene Filmteams in den einzelnen Ländern mit, so daß man den Film zu Recht als einen lateinamerikanischen Kollektiv-Beitrag zum "500. Jahrestag" bezeichnen kann. (Lit. 18) Aber auch europäische Länder wie Spanien, England Frankreich und Deutschland haben sich an der Produktion beteiligt.

Bei der Produktion seiner Filme war Fernando E. Solanas immer wieder mit zahlreichen Schwierigkeiten konfrontiert. Bei SUR (DER SÜDEN , Argentinien, 1988), der 1988 in Cannes den Preis für die beste Regie gewann, ließ ihn der argentinische Co-Produzent im Stich, so daß Solanas sein Haus verkaufen mußte, um die Produktion fertig zu stellen.

1991 wurde Solanas von einem politisch motivierten Attentäter durch Schüsse schwer verletzt, da er den Staatspräsidenten Carlos Menem öffentlich scharf kritisiert hatte. (Lit. 19)


Benutzte Literatur

  1. Auszug des Gedichts in Form eines Vorspannes, aus: Birri, Fernando, Materialien und Dokumente, zusammengestellt von Peter Kürner, herausgegeben von den Westdeutschen Kurzfilmtagen Oberhausen, 1987 (Text)
  2. UNESCO, Statistical Yearbook 1987, 1990, 1991, Paris (Text)
  3. Schumann, Peter B.; Ehrenwerte und andere Lügen, in: Frankfurter Rundschau Silvester 1991 (Text)
  4. Meinzolt, Gundula; Die Goldenen Jahre des peruanischen Kino "Pitas y alambre", in: Ika Nr. 44 November 1991, S. 39 (Text)
  5. Araya, Gerry H., Fünfundzwanzig Jahre Neuer Lateinamerikanischer Film, Überlegungen zum Vll. Filmfestival Havanna, in: Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft, Nr.2, 1986, S. 159 (Text)
  6. Zur Theorie und Hintergrund des "Kino der Befreiung" bzw des "Dritten Kinos" vgl. auch Pines, Jim; Willemen, Paul (Hrsg.); Questions of Third Cinema, London 1989 (Text)
  7. García Espinosa, Julio, Für ein nicht perfektes Kino, in: Cine Cubano, N§ 66/67, 1971 (Text)
  8. Schumann, Peter B., Der Neue Film Lateinamerikas,in: Berliner Festspiele GmbH (Hrsg.) Horizonte, 2. Festival der Weltkulturen Lateinamerika, Berlin , 1982, S. 159 (Text a) (Text b)
  9. Film u. Fernsehen, Nr.5, 1986, S. 28 (Text)
  10. Schumann, Peter B.; Ehrenwerte und andere Lügen, in: Frankfurter Rundschau Silvester 1991 (Text)
  11. Zum karibischen Kino s.a. Eichenberger, Ambros "Images Caraibes ", in: Filmdienst Nr. 12 1992, S. 20-22; Mbye Cham (Hrsg.) Ex-Ilês, Essays on Caribbean Cinema, New Jersey, 1992; OCIC (Hrsg.); Le Cinéma dans les Antilles française, 1991 (Text)
  12. Kocher, Bettina; `Zwischen den Fakten gibt es ein Flüstern` in: ila Nr. 140, November 1990, S. 27 (Text)
  13. Meinzolt, Gundula; Warmi - aus der Ohnmacht erwecken, in: ila Nr. 140, November 1990, S. 29 (Text)
  14. Schumann, Peter B. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, in: Frankfurter Rundschau 29.5.1990(Text)
  15. Goethe-Institut, Buenos Aires, Filmbüro Nordrhein-Westfalen, Medios del Norte, Imágens del Sur, Erstes deutsch-argentinisches Treffen Über Produktion, Vertrieb, Förderung und Koproduktion des Dokumentarfilm, Buenos Aires 1990, S. 15f (Text)
  16. Zu den neuen Technologien und der ökonomischen Situation des lateinamerikanischen Films s.a. Getino, Ocatavio; Cine latinoamericano, economía y neuvas tecnologias audiovisuales, La Habana, Mérida 1987 (Text)
  17. Groschup, Helmut; Wurm, Renate (Hrsg.); Fernando Birri - Kino der Befreiung, Südwind-Verlag, Salzburg, Innsbruck, Wien (Österreich) 1991 (Text)
  18. Eichenberger, Ambros; Die (Neu-) Entdeckung Lateinamerikas, in: Filmdienst Nr.9, 1992, S. 13f Text
  19. Zu den Hintergründen des Attentats s.a. Schumann, Peter B., Den Unkorrumpiertbaren in die Beine, in: Frankfurter Rundschau, 31.5.1991 (Text)

Volker Pade, 1992.



last update 24.1.2016

Grahik: Uwe Krupka