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Foto: Ralf Emmerich







Fernando Birri



Fernando Birri, 1925 in Santa Fé de la Veracruz (Argentinien) geboren, gilt als Vordenker und Gründer des "Neuen Lateinamerikanischen Kinos".

Fernando Birri begann als Puppenspieler und zog über das Land, er ging zum Theater, er hat von Anbeginn Gedichte geschrieben und er hat gemalt. 1950, als sich sein Interesse dem Film zuwandte, ging er nach Italien, da es in Lateinamerika keine fundierte Ausbildungsmöglichkeiten gab. Am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom machte von 1950-52 eine Regieausbilddung, an dem auch Julio García Espinoza, Tomás Gutiérrez Alea und Gabriel García Márquez ausgebildet wurden. In Italien hatte er Kontakte zu den Neorealisten. Er arbeitet zusammen mit de Sica, Zavattini, Lizanni (gelegentlich auch als Schauspieler) und nahm die Ideen des Neorealismus in sich auf.

1956 kehrte er nach Argentinien zurück. Dort gründete er an der Universidad Nacional del Litoral von Santa Fé eine Dokumentarfilmschule . Diese Schule, »ein Pilotprojekt gegen die Unterentwicklung« verwirklichte mit TIRE DIÈ (WERF'NEN GROSCHEN 1958), die erste in Lateinamerika gefilmte soziale Untersuchung. Geichzeitig mit dem 1961 gedrehten Spielfilm LOS INUNDADOS (DIE ÜBERFLUTETEN) verbreitet Fernando Birri das Manifest für ein nationales, realistisches, kritisches und volkstümliches Kino. Durch die Machtübernahme der Militärs 1963 wurde er zum Exil nach Italien gezwungen.

In Italien verwirklichte er von 1968-78 den Experimentalspielfilm ORG. In einer langen Zeit des Exils entwickete er sich zu dem, als der er sich heute selber versteht: als Lateinamerikaner in erster Linie; als Kosmopolitit in zweiter Linie. 1982 gründete er in Venezuela das Laboratorio de Poéticas Cinematográficas eine Filmwerkstatt mit Sitz dieser Welt, eine »fliegende Filmschule« Das Laboratorio de Poéticas Cinematográficas produzierte 1984 den Dokumentarfilm REMITENTE NICARAGUA: CARTA AL MUNDO - ABSENDER NICARAGUA: BRIEF AN DIE WELT (Nicaragua, Italien, 1984), aus den zehn ersten nicaraguanischen INCINE-Wochenschauen werden bei diesem Film Ausschnitte neu zusammengestellt.

1985 drehte Fernando Birri den Dokumentarfilm : MI HIJO EL CHE - MEIN SOHN CHE (Argentinien, Cuba, Spanien) ein Portrait des Menschen »Che« Guevara.

1986 wurde Fernando Birri zum Direktor der Internationalen Film- und Fernsehschule der Drei Welten in San Antonio de los Baños (Cuba) ernannt. In der Schule werden Werktätigen des Lichts aus Lateinamerika und der Karibik, Afrika und Asien ausgebildet. 1988 verfilmte Fernando Birri eine Erzählung von Gabriel García Márquez: UN SEÑOR MUY VIEJO CON UNAS ALAS ENORMES (EIN SEHR ALTER MANN MIT ENORMEN FLÜGELN , Cuba, Italien, Spanien), ein Film des magischen Realismus, der auf der Biennale Venedig 1989 uraufgeführt wurde.

1997 begab sich Fernando Birri in dem Dokumentarfilm CHÉ: MUERTE DE LA UTOPIA? (CHÉ: TOD DER UTOPIE?) auf die Suche nach den sozialen Ideen und Utopien von Ernesto Che Guevarra. Nach dem Buch von Eduardo Galeano verwirklichte Fernando Birri 1999 den Dokumentarfilm EL SIGLO DEL VIENTO (DAS JAHRHUNDERT DES STURMS), eine filmische Rückschau auf das 20. Jahrhundert.

Filme

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