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Tomás Gutiérrez Alea | Filmographie | Interviews

Tomás Gutiérrez Alea - Kurzbiographie

1928
am 11. Dezember 1928 in Havanna geboren.
1943-1948
Studium der Musik.
1946 LA CAPERUCITA ROJA (DIE ROTE MÜTZE) humoristischer Kurzfilm, 8 mm.
1947 EL FAQUIR (DER FAKIR) humoristischer Kurzfilm, 8 mm.
1948
16 mm Dokumentarfilm über die Friedensbewegung für die Partido Socialista Popular (Sozialistische Volkspartei).
1949
Kameramann eines Dokumentarfilms über den 1. Mai für die Sozialistische Volkspartei.
1950
UNA CONFUSIÓN COTIDIANA (EINE TÄGLICHE VERWIRRUNG) Kurzfilm nach einer Erzählung Kafkas;
Mitarbeit bei der Studentenzeitung Saeta,
Vorsitzender des Friedenkomitees der Rechtsfakultät der Universität von Havanna;
Sekretär des Organisationskomitees der 3. Weltfestspiele der Jugend in Berlin, die dort 1951 stattfanden.
1951 Jura Examen an der Universität von Havanna.
1951-1953
Zusammen mit Julio García Espinosa Studium der Filmregie am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom, an dem auch Fernando Birri (Argentinien), Gabriel Garíca Márquez (Kolumbien), Oscar Torres (Dominikanische Republik) und Néstor Almendros zur gleichen Zeit ihre Ausbildung absolvierten.
Teilnahme am Internationalen Studentenkongreß in Bukarest.
1953
IL SOGNO DI GIOVANNI BASSAIN (DER TRAUM VON GIOVANNI BASSAIN, Kurzfilm, 35 mm) Abschlußarbeit am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom (Drehbuch, Regieassistenz);
Rückkehr nach Cuba, Mitglied der progressiven Kulturorganisation 'Sociedad Cultural Nuestro Tiempo', der auch Alfredo Guevara, Santiago Alvarez, Julio García Espinosa, José Massip angehörten.
1954
Lesung bei der Konferenz 'Realidades del cine en Cuba'.
1955 Dokumentarfilm EL MÉGANO (DAS KÖHLERDORF) zusammen mit Julio García Espinosa.
1957 Als Regisseur bei CINE REVISTA, einer sehr populären Wochenschau mit Werbespots, die der Mexikaner Manuel Barbachano auf Cuba produzierte und für die der der Schriftsteller Onelio Jorge Cardoso und der Kameramann José Tabío arbeiteten. Aus dieser Gruppe kamen 1959 die ersten Filmtechniker für das neue cubanische Filminstitut (ICAIC).
1958 Dokumentarfilm für CINE REVISTA: LA TOMA DE LA HABANA POR LOS INGLESES (DIE EINNAHME VON HAVANNA DURCH DIE ENGLÄNDER).
1959
Gemeinsam mit Julio García Espinosa Aufbau der Filmabteilung der Rebellen Armee.
Erste kurze Dokumentarfilme nach der Revolution: ESTA TIERRA NUESTRA (DAS IST UNSER LAND) und Mitarbeit an SEXTO ANIVERSARIO (SECHSTER JAHRESTAG) von Julio García Espinoza
Gemeinsam mit Alfredo Guevara u.a. Gründung und Aufbau des cubanischen Filminstituts Instituto Cubano del Arte e Industria Cinematográficos (ICAIC).
1960
Dokumentarfilm: ASAMBLEA GENERAL (GENERALVERSAMMLUNG)
Delegierter beim l. Nationalen Kongreß der Schriftsteller und Künstler,
Gründungsmitglied des UNEAC (Cubanischer Schriftsteller- und Künstlerverbands), bis 1964 Mitarbeit an dessen Zeitschrift 'Gaceta de Cuba'.
Erster Spielfilm nach der Revolution: HISTORIAS DE LA REVOLUCIÓN (GESCHICHTEN VON DER REVOLUTION).
1961 Als Korrespondent für die cubanische Wochenschau in der Schweinebucht: MUERTE AL INVASOR (TOD DEN INVASOREN) gemeinsam mit Santiago Alvarez.
1962
Romanverfilmung von I. Ilf und J. Petrow LAS DOCE SILLAS (DIE ZWÖLF STÜHLE).
Organisation einer Konferenzreihe über Billy Wilder im Palast der Schönen Künste in Cuba.
1963
Reise in die Tschechoslowakei: Erste Woche des cubanischen Kinos;
Teilnahme mit LAS DOCE SILLAS bei den Filmfestspielen in Moskau; UdSSR.
Veröffentlichung des Drehbuchs LAS DOCE SILLAS zusammen mit Ugo Ulive.
1964 Verfilmung des Romans von Jacques Roumain 'Governeur de la rose' (Herr über den Tau): CUMBITE (BESCHWÖRUNG)
1966 LA MUERTE DE UN BURÓCRATA (DER TOD EINES BÜROKRATEN), der auf den 15. Internationalen Filmfestspielen in Karlovy Vary, Tschechoslowakei, gezeigt und ausgezeichnet wurde.

Drehbuch und dramaturgische Mitarbeit bei PAPELES SON PAPELES (PAPIERE SIND PAPIERE) von Fausto Canel.

1968 Spielfilm MEMORIAS DEL SUBDESAROLLO (ERINNERUNGEN AN DIE UNTERENTWICKLUNG), der beim 16. Internationalen Festival in Karlovy Vary, Tschechoslowakei, und beim Festival in Pésaro, Italien, aufgeführt und mehrfach ausgezeichnet wurde.
1971 Spielfilm UNA PELEA CUBANA CONTRA LOS DEMONIOS (EINE CUBANISCHE SCHLACHT GEGEN DIE DÄMONEN) bei den internationalen Festivals in Karlovy Vary und Pésaro aufgeführt.
1973 Mitglied einer cubanischen Delegation beim Festival in Pésaro.

Veröffentlichung des Drehbuches Memorias del subdesarollo (Memories of Underdevelopement) in den USA.

1974 Dokumentarfilm EL ARTE DE TABACO (DIE KUNST DER ZIGARRE).

Drehbuch und Dramaturgie von EL OTRO FRANCISCO (DER ANDERE FRANCISCO) von Sergio Giral und von DE CIERTA MANERA (IN GEWISSER HINSICHT) von Sara Gómez.

Mitglied einer cubanischen Delegation beim Festival in Pésaro und der 1. Woche des Cubanischen Kinos in Caracas, Venezuela.

Der begonnene Dokumentarfilm LA BATALLA DE GUISA (DIE SCHLACHT VON GUISA) blieb unvollendet.

1975 1. Woche des cubanischen Kinos in Jemen,

Aufnahmeleitung beim Dokumentarfilm EL CAMINO DE LA MIRRA Y EL INCIENSO (DER WEG VON WEIHRAUCH UND MYRRHE) über die jemenitische Revolution, von Constante Diego 1978 fertiggestellt.

1976 Spielfilm LA ÚLTIMA CENA (DAS LETZTE ABENDMAHL).

Mitglied einer cubanischen Delegation beim Festival in Pésaro.

1977 Mitglied einer cubanischen Delgation bei der 1. Woche des cubanischen Kinos in Madrid, Barcelona und Valencia.

Übersetzung des Drehbuchs 'Memorias del subdesarollo' in Bengali (Kalkuta, Indien).

Aufnahmeleitung in Azerbaizhan, UdSSR von LA SEXTA PARTE DEL MUNDO (DER SECHSTE TEIL DER WELT) von Julio García Espinosa

1978
Spielfilm LOS SOBREVIVIENTES (DIE ÜBERLEBENDEN)
LA ÚLTIMA CENA Teilnahme beim 8. Internationalen Forum des Jungen Films, Berlin 1978.
1979
Delegierter beim 2. Kongreß des cubanischen Schriftsteller- und Künstlerverbands (UNEAC).
Retrospektiven in Mexiko-City, New York und beim Internationalen Filmfestival in San Franscico, Kalifornien.
1. Woche des cubanischen Films in Toronto, Montreal und Ottawa, Kanada.
Mitglied der cubanischen Delegation bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin und in Cannes.
1980
Teilnahme beim Internationalen Filmfestival in Bangalore, Indien, mit dem Film LOS SOBREVIVIENTES (DIE ÜBERLEBENDEN)
1981
Übersetzung des Essays 'Dialéctica del espectador' (Dialektik des Zuschauers) ins Italienische. 1. Woches des cubanischen Films in Sidney, Australien.
Auszeichnung des cubanischen Kulturministeriums 'Por la Cultura Nacional'.
1982
Herausgabe des Essays 'Dialéctica del espectador' in Cuba.
Teilnahme am Seminar beim 4. Internationalen Festival des Neuen Lateinamerikanischen Kinos in Havanna mit dem Vortrag 'Dramaturgia cinematográfica y la realidad`.
Auszeichnungen des cubanischen Staatsrats mit der Medaille 'Victoria de Playa Giron' und mit der Medaille 'Combatiente de la lucha clandistina' und sowie vom Sindicato Nacional de Trabajadores (der cubanischen Gewerkschaft) mit der Auszeichnung 'Raúl Gómez García'.
1983
Jurymitglied beim 9. Internationalen Filmfestival in Neu Dehli, Indien.
Teilnahme an der Konferenz über das Kino der 'Dritten Welt' in New York unter der Schirmherrschaft des Hunter Colleges.
4. Woche des cubanischen Kinos in Managua, Nicaragua und 1. Woche des cubanischen Films in San Juan, Dominkanische Republik.
Teilnahme an der 1. Weltversammlung der Filmschaffenden in Funchal, Madeira.
Veröffentlichung des Essays 'Dialéctica del espectador' in Mexiko, der in Cuba den Kritikerpreis bekam.
Idee für den Spielfilm SE PERMUTA (WOHNUNG ZU TAUSCHEN) von Juan Carlos Tabío.
1984 Spielfilm HASTA CIERTO PUNTO (BIS ZU EINEM GEWISSEN PUNKT).

Teilnahme beim 14. Internationalen Forum des Jungen Films in Berlin und beim 27. Internationalen Filmfestival in San Francisco. Retospektive in Neu Dehli und Trivandrun (Kerala), Indien.

Herausgabe von 'Dialéctica del espectador' in Brasilien.

1985 Retrospektive in New York.

In Brasilien erscheint das Buch 'Tomás Gutiérrez Alea: Los filmes que no filmé' von Silvia Oroz.

1988 CARTAS DEL PARQUE (BRIEFE AUS DEM PARK) nach einem Essay von Gabriel García Márquez.
1990 Woche des cubanischen Kinos in Bremen, Essen, Hamburg und Münster. Rundreise zusammen mit Miriam Talavera und Juan Carlos Tabío.
1991 Kurzfilm CONTIGO EN LA DISTANCIA 1993

Gemeinsam mit Juan Carlos Tabío Spielfilm FRESA Y CHOCOLATE (ERDBEER UND SCHOKOLADE).

1994 FRESA Y CHOCOLATE Festivalteilnahme bei den 44. Internationalen Filmfestspielen in Berlin (Silbener Bär) und in Montreal.

Die Filmoteca Canaria in Las Palmas de Gran Canaria gibt die Veröffentlichung: 'Tomás Gutiérrez Alea: poesia y revolución' heraus.

Oscarnominierung für ERDBEER UND SCHOKOLADE.

1995 Spielfilm GUANTANAMERA zusammen mit Juan Carlos Tabío.

Teilnahme bei den 52. Internationalen Filmfestspielen in Venedig.

1996 gestorben am 17. April 1996 in Havanna.


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